Programme

Der unsichtbare Indianer

Nach der Geschichte „Hannes Strohkopp und der unsichtbare Indianer“ von Janosch

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Hannes ist ein einsamer Junge ohne Selbstvertrauen. Nur durch einen winzigen Spalt dringt Hoffnung in sein Leben: Er hat einen Onkel in Amerika. Der muss ihm helfen! Er MUSS einfach! Also schreibt Hannes ihm einen Brief – und er erhält Antwort. Eine musikalische Geschichte über die große Not der Kindheit und die erfinderische Macht des Glaubens, nach der Erzählung „Hannes Strohkopp und der unsichtbare Indianer“ von Janosch.

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Das Fest in Coqueville

Eine Geschichte von Rausch und Versöhnung

Das französische Fischerdorf ist klein, aber das Leben hat darum nicht weniger Licht und Schatten. Die Menschen wähnen sich oben und unten, sie tragen die Nase hoch und üben sich im Klatsch. Und eine Liebe über Standesgrenzen hinweg ist hier so unmöglich wie überall. So scheint es auf ewig unverrückbar, bis eines Tages ein rätselhafter Gegenstand aus dem Meer gefischt wird. Es beginnt das Fest von Coqueville, aufgeschrieben von einem hervorragenden Chronisten: Émile Zola. Und vorgetragen von den Gebrüdern Anders mit einem reichen Schatz an Trink- und Liebesliedern.

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Carl-Wilhelm Salice-Contessa: Magister Rößlein

Ein höllischer Schwank auf schwarzen und weißen Tasten

GebrüderAndersDen Rosenstock des Ehestandes bekam Magister Rößlein aller Blumen und Blätter bar als kahlen Dornenstrauch ins Haus: Seine Frau Mathildis besitzt einen schweren Pantoffel und das Magisterlein hat nach seiner Ehelichung nichts mehr zu lachen. Dem Trunk ergeben verfällt er auf die Idee, mit dem Teufel zu wetten, dieser hielte es bestimmt kein Jahr mit seinem angetrauten Weibe aus – Top, die Wette gilt! Was der Teufel als Gatte Mathildens in der Gestalt des Magisterleins erlebt und wie die Geschichte ausgeht, wird in dieser fulminanten Konzertlesung erzählt. Salice-Contessa war Zeitgenosse und Freund E.T.A. Hoffmanns. In seine Erzählung ist sprachliche Meisterschaft und eigene Erfahrung eingegangen, auch an den schauerlichen Motiven der Romantik mangelt es nicht: das alte Weib auf der Straße, die Beschwörung des Teufels und die ständige Gefahr von Hölle und Tod machen das Programm zu einem starken Stück. Die romantische Klaviermusik von Robert Schumann und Antonin Dvořák gibt der musikalischen Berg- und Talfahrt des Magister Rößlein einen spannungsgeladenen Hintergrund.

 

Hans Fallada: Die Geschichte vom Goldenen Taler

Ein Märchen aus der Murkelei 

CoverbildDie Suche nach dem Glück führt durch Leid und Mühe – diese alte Erfahrung soll auch die kleine Anna Barbara machen, als sie den goldenen Taler finden will. Dabei wird sie von bizarren Figuren begleitet: dem gelben Hans Geiz, seinem treuen Schimmel Unverzagt und einem höchst agilen Putzwassermännlein. Die Geschichte vom Goldenen Taler ist die längste von Falladas Geschichten aus der Murkelei und sie ist streng in der klassischen Form des Märchens erzählt. Dadurch tritt das Phantastische und Kuriose an ihr in eine poetische Spannung zu den alten Themen von Sehnsucht und Liebe. In der romantischen und naturalistischen Klaviermusik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist diese Stimmung am besten zu hören. In der Konzertlesung wird daher mit Kompositionen von Edvard Grieg, Claude Debussy, Robert Schumann und anderen ein wunderbarer Klangraum für Falladas Geschichte geschaffen.

 

Das heroische Memory

Neun Heldentaten der Weltgeschichte von Odysseus bis James Bond

IMG_5786Sind Helden nützlich? Opfern sie sich selbst oder andere? Schneiden sie auf oder bleiben sie eher still? Helfen sie den Armen? Worin besteht das Heldentum des russischen Revolutionärs? Sind uns die Helden der Antike fremd geworden? Gibt es biblische Helden? Ist die Welt durch Helden besser geworden? Aus neun Originaltexten der Weltliteratur haben die Gebrüder Anders ein illustres Memory erzeugt und führen die Zuschauer singend, spielend und kämpfend auf hohe See, in tiefe Wälder und auf eisige Inseln zu den Schauplätzen heroischer Existenz. Das Ergebnis ist so vielgestaltig wie die Helden selbst: komisch und entsetzlich, traurig und grotesk.

 

Die Flucht nach Ägypten. Königlich-böhmischer Teil

Ein Reisebericht für die Advents- und Weihnachtszeit.

IMG_8513Weihnachten ist ein Geburtstagsfest. Aus diesem fröhlichen Anlass wird meist vergessen, dass die heilige Famlie gleich in der Nacht nach dem Dreikönigstag aus Bethlehem fliehen musste. Über ihre Reise ist leider nur wenig bekannt. Glücklicherweise hat Otfried Preußler seine beiden Großmütter und noch andere Zeugen befragt, darunter auch Amtspersonen wie den Herrn k.k. Gendarmeriepostenkommandant Leopold Hawlitschek, die damals dabei gewesen sind. Und er hat alles aufgeschrieben, was sich damals ereignet hat: die Hilfe des Erzengels Gabriel, der in den Esel einfährt, um das liebe Jesulein zu beschützen, die Verfolgung durch das böhmische Gendarmeriewesen und durch den Herrn Teufel Pospisil, der in der Gestalt des Metzgerhundes Tyras unterwegs ist, und und und… Hört sich kurios an? Aber nein! Spätestens beim ersten Weihnachtslied wird ganz klar, dass sich alles genau so und nicht anders zugetragen haben muss.

 

Das kalte Herz.

Wilhelm Hauffs Märchen in musikalischem Gewand.

Gebrüder Anders_Das kalte HerzOh, endlich reich sein, Glück im Spiel haben und der beste Tänzer weit und breit werden! Peters Wünsche mögen töricht sein, aber wer hegt sie nicht, auf die eine oder andere Weise? Und wer würde nicht die Geister seiner Landschaft versuchen, wenn er als Sonntagskind die Chance dazu bekäme? Mark Anders hat die Musik für „Das Kalte Herz“ komponiert, Kenneth Anders erzählt das Märchen und beide besingen die Abgründe auf der Suche nach dem guten Leben. So wird die Frage nach dem Glück wieder seltsam aktuell.

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Eine Märkische Weihnachtsgeschichte.

Ein schöner Schmachtfetzen nach dem „Christmas Carol“ von Charles Dickens

Gebrüder_Anders_PressebildUnsere Begebenheit spielt in der Uckermark, in einem Dorf irgendwo zwischen Parstein- und Grimnitzsee. Auch hier hat sich ein ausgemachter Griesgram niedergelassen, der den anderen Bewohnern durch seinen Gnatz das Leben schwer macht. In der Mark Brandenburg müssen sich Bosheit und Besserung allerdings andere Wege bahnen als im alten England. Es erzählen und singen Mark und Kenneth Anders.